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Rosenkohl

Brassica oleracea var. Gemifera — Brüsseler Kohl

Wir schreiben das Jahr 1587. In den ehemaligen Spanischen Niederlanden (heute: Belgien) wurde der Rosenkohl-Anbau dokumentiert. Choux de Bruxelles oder Brüsseler Sprossen, auch Brüsseler Kohl erreichten zu Beginn des 19. Jahrhunderts als beliebtes Wintergemüse ganz Europa. Auch in den Vereinigten Staaten wurden die Rosenköhlchen mit Kusshand aufgenommen, angebaut und verzehrt. Heutzutage wird der Rosenkohl weltweit, hauptsächlich jedoch in Frankreich, in den Niederlanden und in England kultiviert und gerne verspeist.

Zum guten Gedeihen benötigt der Starkzehrer einen vorzugsweise sandigen, nährstoffreichen Lehmboden und ein sonniges Plätzchen. Er umgibt sich gerne mit ihm wohl gesonnenen Nachbarn wie zum Beispiel Spinat, Erbsen, Sellerie, Rote Beete und Kartoffeln. Weitere Kreuzblütler stören ihn eher. Der Rosenkohl wird in frühe und späte Sorten unterteilt. Beliebte Frühsorten hören auf die klangvollen Namen: Wilhelmsburger, Predora oder Hossa. Unter den „Nachzüglern“ finden sich folgende schmackhafte Arten: Harald, Ideal, Igor, Fortress, Zitadell und Boxer.

Die Rosenkohlsaat wird von etwa April bis Mai direkt ins Freiland oder ins Frühbeet möglichst dünn ausgelegt. Erreichen die Pflanzen eine bestimmte Größe, werden diese Mitte Mai bis Ende Juni in ein großes Beet verpflanzt. Die genaue Aussaat- und Umpflanzzeit richtet sich nach der jeweiligen Sorte und kann durchaus variieren. Eine zu frühe Aussaat schadet der Pflanze — Die Röschen bleiben weich und verkümmern.  Der Abstand zwischen den einzelnen Rosenkohlpflanzen sollte 60 x 40 und 70 x 60 cm betragen. Sie müssen relativ tief eingegraben und das beherzte Angießen darf dabei keinesfalls vernachlässigt werden.

Rosenkohl — Haupterntezeit ist im Winter

Die Haupterntezeit des Rosenkohls befindet sich schon fast in der Vorweihnachtszeit. Jedoch können Frühsorten bereits ab September gepflückt werden. Von unten nach oben werden die Röschen vom Strunk getrennt und in einen trockenen Behälter gelegt. Der Rosenkohl an sich gilt als recht winterhartes und robustes Gemüse. So bereitet es ihm keine Mühe im Freien (geschützt) zu überwintern. Dennoch: Bei frostigen Temperaturen unter etwa -10 Grad Celsius knickt auch der stärkste Rosenkohl ein und nimmt Schaden. Rosenköhlchen eignen sich wunderbar als Salat und in gekochter Version auch als vorzügliches Gemüse.

Schade, dass es nur im Herbst und Winter frischen Rosenkohl gibt? Rosenköhlchen lassen sich prima einfrieren, dabei bleiben seine gesunden Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Mineral-und Ballaststoffe, Vitamin A, Vitamin B2, sowie Vitamin C weitgehend erhalten.

Mehr über den Rosenkohl — Geschmack und Aussehen

Wie groß schätzen Sie wird ein Rosenköhlchen? So genau können es selbst die Experten wissen. Sicher jedoch ist, dass ein ausgewachsenes, reifes Rosenköhlchen die Größe einer Walnuss erreichen kann — Natürlich gute Pflege, sicherer Standort und beste Witterung vorausgesetzt. Seine Röschen erstahlen in einem gesunden, frischen Grün. Er ist eng beblättert und ähnelt der Konsistenz eines Rot- oder Weißkohls. Bevor Sie Rosenkohl kochen, dürfen Sie ihn sanft entblättern. Aber bitte nur die dunkelgrünen Außenblätter.

Im frisch geernteten Zustand gelingt dies am allerbesten. Hier lässt sich das dunkle Außenkleid noch leicht von dem kostbaren Innenteil abtrennen. Zudem fällt weniger Putzabfall an. Beim Kauf achten Sie bitte auf feste, matte Röschen. Die Rosenkohlblätter sollten weder abstehen, noch dürfen sie ein faulig-muffigen Geruch annehmen. Nussig fein und doch angenehm kohlartig im Nachgeschmack. Rosenkohl kochen bereitet Freude und dies zu schier jeder Jahreszeit.

Eben schon ansatzweise erwähnt — Der Brüsseler Kohl ist ein kleiner Gesundbrunnen

Deshalb wollen wir ihm zur Ehre seine geballten Gesamtinhaltsstoffe erwähnen.

Unser Goldschatz der Natur spendet uns:

  • Magnesium
  • Calcium
  • Folsäure
  • Kalium
  • Natrium
  • Eisen
  • Eiweiß
  • Natrium
  • Phosphor und die Vitamine A, B1, B2, B6, C, E und K.

Er ist mit einem geringen Wasserhaushalt ausgestattet, dafür verfügt er über einen hohen Protein-, Fett-, und Zuckergehalt (höher als zum Beispiel bei anderen Kohlsorten). Rosenkohl darf gerne leicht kühl  und etwas feucht gelagert werden. Bitte bedenken Sie: Eine zu trockene Lagerstätte kann den Rosenkohl vorzeitig zum Welken bringen. Bei guten Bedingungen hält er sich dann etwa eine Woche frisch.

Gerne informieren wir Sie über Rosenkohlspezialitäten und prominente Rosenkohldelikatessen. Sprechen Sie uns einfach an und wir bringen den Rosenkohl gemeinsam mit Ihnen auf Ihren fein gedeckten Festtagstisch.

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